Supervision für AnwältInnen

Wir verstehen unter Supervision ein reflexives und prozessorientiertes Beratungsinstrument, das in einem vertraulichen Rahmen die Qualität beruflichen Handelns sowie die Selbstfürsorge sicherstellen und erhöhen kann. Aufbauend auf Ihrem Wissen möchten wir mit Ihnen Probleme zu einer Lösung bringen, Sensibilität stärken und trainieren. Es können Fragen, Problemfelder, (auch innere) Konflikte und Fallbeispiele aus dem anwaltlichen Alltag thematisiert werden.

Kollegialer Erfahrungsaustausch im vertraulichen Rahmen ist eine gute Basis, um Lösungswege für schwierige Prozesse zu entwickeln. So können wir Sie durch Supervision ganz konkret dabei unterstützen, zu einer Verbesserung der Kommunikation mit den MandantInnen und einer besseren Zusammenarbeit und Kollegialität im Team und zwischen den verschiedenen Hierarchieebenen in der Kanzlei zu finden. Wichtig ist uns dabei, psychodynamischen Prozessen nachzugehen und diese verstehbar zu machen, damit ein entlastender und freierer Umgang mit sich selbst und den anderen möglich wird. Daher bieten wir einerseits Supervisionsgruppen nach dem mediationsanalogen Modell, aber auch nach dem Balintgruppen-Ansatz an, der der „Beziehungsdiagnostik“ dient.

Mediationsanaloge Supervision ist ein strukturiertes Verfahren, bei dem die SupervisorInnen nach einem Stufenmodell durch die Stunde führen. Sie ist auf Ressourcen und die Zukunft ausgerichtet und bietet konkrete umsetzbare Ergebnisse für die RechtsanwältInnen als Ergebnis. Mediationsanaloge Supervision ist also eine Methode, die die Haltung der Mediation reflektiert und ihre Methoden und Techniken in der Supervision anwendet. Elemente der Klärung sind dabei Rollenspiele, Aufstellungen, Reflexion in der Gruppe, Assoziationen, Skulpturen und Visualisierung je nach Fall- und Problemstellung der eingebrachten Frage.

In der Supervision nach dem Balintgruppen-Ansatz wird zunächst ein/e MandantIn in einem freien Fallbericht durch den / die AnwältIn vorgestellt und möglicherweise auch eine Frage/Anliegen an die Gruppe formuliert. Im Anschluss versuchen die anderen GruppenteilnehmerInnen, sich in diese/n MandatIn mit Hilfe von Einfällen, Fantasien und Gefühlen zu versetzen. So entsteht ein Resonanzraum, in dem sich die Anwalt-Mandanten-Beziehung aus Sicht des/r MandantenIn wie in einer Spiegelung durch die Gruppe reinszeniert. Dieses Vorgehen erlaubt also einen erweiterten Zugang zu den unbewussten Gefühlen und Motiven auf KlientInnenseite, macht psychodynamische Aspekte in der Beziehung deutlicher und verständlicher. Dies kann zu einer veränderten Haltung des/der AnwältIn führen und einen größeren Handlungsspielraum für sie/ihn zur Folge haben. Das Ziel ist folglich, durch ein erweitertes Verständnis der AnwältIn-MandantInnen-Beziehung, eine verbesserte Arbeit mit der/dem MandantIn zu erreichen.

Welcher Ansatz für Sie und Ihr Anliegen am besten geeignet scheint, erarbeiten wir mit Ihnen in einem kostenfreien und unverbindlichen Vorgesprächstermin.

Fortlaufende Gruppen:
1. alle 14 Tage 1 Doppelstunde (2×45 Minuten) über mindestens 2 Jahre für eine kontinuierliche Balintgruppe
2. einmal im Monat eine Doppelstunde (2×45 Minuten) über zunächst mindestens 6 Monate für eine mediationsanaloge Supervisionsgruppe

Preis pro Person 60,00 EUR pro Treffen
Teilnehmerzahl der festen Gruppen: 8-12 Personen
Start der nächsten Gruppe: jederzeit möglich

Einzelsupervision
Wir bieten Ihnen auch das Reflektieren im Einzelsetting an. Bitte nehmen Sie bei Interesse Kontakt zu uns auf.

Wir freuen uns auf die gemeinsame Arbeit mit Ihnen!
Dr. Dipl.-Psych. Sybille Kiesewetter und Dipl.-Psych. Hanno Pauly